Critify – Der Verstärker für kritische Perspektiven

In diesem Podcast gestaltet das Migration Lab zusammen mit Netzwerkpartner:innen einen Begegnungsraum zum Austausch über widerständiges Handeln in der Migrationsgesellschaft.

Über den Podcast

Critify – Der Verstärker für kritische Perspektiven ist der Podcast des Migration Lab Germany. Das Migration Lab ist ein Netzwerk von Organisationen aus den Bereichen Kultur und Bildung in der Migrationsgesellschaft. Hier begegnen sich Wissenschaft und Praxis im Kontext von Theater, Museum, Gedenkstätte, Zivilgesellschaft und Schule. In diesem Podcast gestalten wir zusammen mit Akteur:innen der unterschiedlichen Netzwerkpartner:innen einen Begegnungsraum zum Austausch über widerständiges Handeln. Es geht um Bündnisse, um Kampf, um Kreativität, um Kritik und vieles mehr. Unser Anliegen ist, die vielfältige und bereichernde Arbeit sichtbarer und zugänglicher zu machen und Ressourcen zu teilen. Zusammen mit unseren Gäst:innen geht es uns nicht immer darum, die richtigen Antworten zu finden, sondern wichtige Fragen zu stellen.

 

Alle Folgen in der Übersicht

1. Folge mit Elona Beqiraj und Hiram Biary über Freund:innschaft, Theaterarbeit und Erinnerungsarbeit

Für unsere erste Episode haben wir Elona Beqiraj und Hiyam Biary getroffen – zwei Künstlerinnen, Aktivistinnen und Projektleiterinnen, unter anderem 2021 und 2023 am Gorkitheater in Berlin. Kennengelernt haben wir die beiden 2021 im Rahmen einer Kollaboration zwischen dem Gorkitheater und dem Migration Lab im Projekt „Weil wir nicht vergessen“, in dem sie sich mit den Kontinuitäten rechter Gewalt in Deutschland und den Möglichkeiten eines würdevollen Erinnerns auseinandergesetzt haben. Mit Elona und Hiyam kamen wir ins Gespräch über ihre Theaterprojekte, über die Kraft ihrer Freund:innenschaft, über migrantisch situiertes Wissen, über Empowerment und Erinnerung.

 

2. Folge mit Makda Isak über politische Bildung und Empowermentarbeit

Für unsere zweite Episode haben wir Makda Isak getroffen – Projektleiterin und Bildungsreferentin im Kompetenznetzwerk Anti-Schwarzer Rassismus für Each One Teach One e. V. in Berlin. Makda hat bei EOTO unter anderem die Black Empowerment Academy mitentwickelt und umgesetzt und gibt uns vielfältige Einblicke in die Entwicklung der communitybasierten Organisation von einem ursprünglichen Archiv für Literaturen afrikanischer, afrodiasporischer und Schwarzer Autor:innen zu einem umfassenden Bildungs- und Empowerment-Projekt. Mit Makda kamen wir außerdem auch ins Gespräch über die spezifischen Verflechtungen von anti-Schwarzem Rassismus, Kolonialismus und Migration in Deutschland, die Bedeutung von Intersektionalität, Körper und Macht für die Entwicklung von Allianzen des Empowerments und die marginalisierte Mannigfaltigkeit von Wissen in der migrationsgesellschaftlichen Bildungsarbeit.

 

3. Folge mit Anna Sabel und Mehmet Arbag über rassismuskritische Bildungsarbeit

Für unsere dritte Episode haben wir Anna Sabel und Mehmet Arbag von Verband binationaler Familien und Partnerschaften Leipzig getroffen. Beide arbeiten als politischer Bildner:innen, Kurator:innen, Veranstalter:innen, Podcaster:innen und vieles mehr und realisieren unter anderem das Kompetenznetzwerk Islam- und Muslimfeindlichkeit. In unserem Gespräch kreisten wir von verschiedenen Seiten um die Gelingensbedingungen einer den rassistischen Realitäten gewappneten politischen Bildungsarbeit, die Erfordernis von Komplexität in der kritischen Theorie zur Beschreibung gesellschaftlicher Verhältnisse, das Verhältnis von Erfahrung und Wissen, die verschiedenen Formen der Nicht_Übersetzung antirassistischer Theorie in eine pädagogische Praxis und um eine Kritik am performativen Spiel mit Antirassismus als moralisierender Signifikante der Dominanzgesellschaft.

Material erstellt von: