Antisemitismus und Migration.

Wie sind die Themenbereiche der Migration und Antisemitismus miteinander verbunden? In dieser Sammlung werden differenziertere Antworten auf diese Fragen gegeben. Es werden die Hintergründe, sowie auch die Herausforderungen dieser Frage erörtert.

Über die Handreichung

„In der Publikationsreihe „Bausteine“ von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage werden pädagogische und gesellschaftspolitische Aspekte und Ideen diskutiert und analysiert, die sich auf das Ziel einer diskriminierungsfreien und dem Schutz der Würde aller Menschen verpflichtenden Schule beziehen.
Der Anstieg antisemitischer Gewalt in den letzten Jahren ist unstrittig, umso heftiger wird über die Ursachen und damit zusammenhängend über wirksame Methoden gegen Antisemitismus, auch im Kontext Schule, gestritten. Besonders im Fokus der Debatte stehen ein nichtdifferenzierendes Islambild und Jugendliche mit muslimischen Hintergrund. Dem Islam wird in dieser Debatte eine ihm inhärente Judenfeindschaft konstatiert und damit die Hauptschuld für die ansteigende antisemitische Gewalt angelastet, die vermeintlich besonders oft von jungen Muslim:innen ausgehe. Zudem wird der Vorwurf erhoben, dass durch den Zuzug von Geflüchteten aus hauptsächlich muslimischen Ländern mit deren angespanntem Verhältnis zum Staat Israel, die Bedrohungslage für Jüd:innen in Deutschland zusätzlich steigt.

Die vorliegende Ausgabe untersucht empirisch solche Behauptungen und stellt ein differenziertes Bild vor. Es wird nicht negiert, dass es antisemitische Einstellungen unter Muslim:innen gibt. Die hohe Zustimmungsrate ist durchaus problematisch. Die Broschüre beschäftigt sich auch ausführlich mit dem pädagogischen Umgang mit islamisierten Antisemitismus. Muslim:innen die Hauptschuld für den Anstieg antisemitischer Gewalt und generell für die Verbreitung von Antisemitismus anzulasten ist aber nicht belegbar.“

Unsere Empfehlung

Nicht zuletzt durch aktuelle politische Entwicklung gewinnt das Thema „Antisemitismus und Migration“ an Relevanz. Besonders in sozialen Medien werden Jugendliche und junge Menschen derzeit mit Haltungen und Inhalten, die den Nahostkonflikt betreffen, konfrontiert.
Somit ist es derzeit für pädagogische Fachkräfte hochrelevant sich mit diesem Thema auseinandersetzen zu können und somit besonders die öffentlichen Debatten darüber besser einordnen können. Zudem kann die Handreichung auch dabei helfen die Haltungen Jugendlicher besser zu verstehen und pädagogische Fachkräfte dabei unterstützen einen Reflexionsraum für diese zu bieten.

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