Hinweis zum Inhalt: Rassismuserfahrung

Junge migrantisierte Menschen erzählen hier u.a. von der Auseinandersetzung mit den Opfern des NSU-Komplex und eigenen Rassismuserfahrungen, was emotional sehr berührend sein kann, v.a. für Menschen, die ähnlich betroffen sind. 

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Unisono gegen Rassismus

Die Filmspots zeigen alltägliche verbale rassistische Übergriffe an Musikhochschulen. Unterschiedliche Reaktionen sollen zum Nachdenken anregen und die Opfer in ihrem Widerstand bestärken. Die Drehbücher entstanden in einem Seminar an der HMTM Hannover.

Über die Filmclips

Wie lassen sich musikethnologische Fragestellungen direkt auf die Lebensumgebung von Musikstudierenden anwenden? Gibt es Möglichkeiten, mit einer musikalischen Intervention den Zustand zu verändern?

Im Rahmen eines Seminars zu ‚Musik und Rassimus‘ diskutierten Studierende der HMTM Hannover 2018 mit den Lehrenden über die Frage, ob es an Musikhochschulen auch zu verbalen rassistischen Übergriffen kommt. In Anlehnung an Äußerungen aus der #metwo Kampagne zu Alltagsrassismus in Deutschland verfassten die Studierenden verschiedene Drehbücher mit Situationen, die sie erlebt hatten oder für realistisch hielten. Zu vier Szenen wurden daraufhin nach einer Methode der Anti-Rassismus-Arbeit des DGB Netzwerkes Thüringen e.V. jeweils acht verschiedene Reaktionen entwickelt, um Möglichkeiten des Widerspruchs zu finden.

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Mit Unterstützung der HMTM Hannover konnten die Filmspots 2021 professionell unter Leitung von Dr. Nepomuk Riva verfilmt werden. Die daran beteiligten Schauspielerinnen brachten sich aktiv in den Entstehungsprozess ein. Internationale Studierende des welt.musik Studiengangs an der Uni Hildesheim wirkten bei der Erstellung der Klangkulissen mit.

Die Filmclips wurden darauf von dem Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung der HMTM Hannover von Prof. Dr. Eva Baumann und ihrem Team auf ihre Rezeption mit über 2.500 Testpersonen untersucht.

Absicht der Filmclips ist, eine Aufmerksamkeit für ein Thema zu erreichen, das gerade in einer sehr international geprägten Umgebung von Musikhochschulen eine wichtige Rolle spielt, obwohl das Stereotyp existiert, dass es sich bei Musik um eine ‚universelle Sprache‘ handelt, durch die alle gleichwertig miteinander kommunizieren. Gleichzeitig soll Betroffenen Mut gemacht werden, solche Übergriffe in ihrer Umgebung zu erkennen und diese nicht sprachlos zu ertragen, da ihnen laut Deutschem Grundgesetz Schutz vor rassistischen Diskriminierungen zusteht.

Das Projekt versteht sich als Teil einer angewandten Musikethnologie, die versucht, mit praktischen musikalischen Interventionen den gesellschaftlichen Diskurs zu beeinflussen.

Dauer: 40 Sekunden pro Clip

Zielgruppe: Studierende, Musiker:innen, Lehrer:innen, Anti-Rassismus-Aktivisten

Unsere Empfehlung

Die Filmclips lassen sich sehr gut als Lehrvideos im Unterricht einsetzen. Sie helfen beim Einstieg in ein Thema oder zur Diskussion von Rassismus-Theorien, besonders von rassistischen Mikroaggressionen. Sie ermöglichen es, verschiedene Reaktionen durch unterschiedliche Szenen und Antwortmöglichkeiten miteinander zu vergleichen und zu diskutieren und sind auch als Arbeits- oder Klausuraufgabe verwendbar. Aufgrund der Kürze eignen sich die Videobeiträge besonders bei Methoden des Digital Learning, wie auf Onlineplattformen oder Social Media.

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