Der Schneemann, der (s)eine Familie suchte

Diese rührende Weihnachstgeschichte aus der Reihe „Obervielander Adventskalender“ wird von Frau Dr. Aysun Dogmus in türkischer Sprache vorgelesen. Sie handelt von einem Schneemann, der eine Familie sucht.

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Der Schneemann*, der (s)eine Familie suchte
In Kattenturm war der erste Schnee des Jahres gefallen. Die Kinder versammelten sich sofort und bastelten einen niedlichen Schneemann* mit Kohlenaugen und Karottennase. Sie spielten den ganzen Tag fröhlich. Auch den Schneemann* freute der fröhliche Zustand der Kinder sehr.
Der Schneemann* wurde aber sehr traurig, als es dunkel wurde und die Kinder sich nach Hause zurückzogen. Er fühlte sich sehr allein. Er wurde so traurig, so traurig, dass sein eisiges Herz beinahe brechen würde. Dann sagte er sich: „Vielleicht kann ich sie wiedersehen.“
Langsam näherte er sich dem Fenster eines naheliegenden Hauses. Drinnen war ein brennender Ofen zu sehen. Der Vater goss heiße Suppe ein. Die Mutter warf Kohle in die Öffnung des Ofens. Zur Freude der Kinder gab es nichts zu sagen. Während sie die dampfende Suppe löffelten, erzählten sie, was an diesem Tag in der Schule passiert war. Der Schneemann* seufzte traurig. Er hatte kein Zuhause und keine Familie. Woher auch? Er lebte ja nur für einen Tag. Außerdem wäre er ohne diese süßen Racker nichts als eine Prise zerstreuter Schnee. Er wusste, dass sein Leben unmittelbar enden würde, wenn die Sonne ein wenig ihr Gesicht zeigen würde.
Plötzlich entschied er sich. Er würde zur Arktis gehen, von der ihm eine der Schneeflocken erzählt hatte. Dort könnte er eine Familie finden, mit der er viele Jahre zusammen verbringen konnte.
Am nächsten Morgen waren die Kinder überrascht, als sie auf die Straße gingen. Überall war Schnee, aber der Schneemann*, den sie am Tag zuvor gebaut hatten, war plötzlich verschwunden. Niemand verstand, was passiert war. Was den Schneemann* angeht…
Er ging den Bach entlang, über Hügel, er ging über das gefrorene Land und das knisternde Eis. Endlich kam er in der Arktis an. Zuerst begrüßte ihn der eisige Wind. Dann umgab er sich mit Pinguinen in schwarzen Anzügen und mit liebevollen Robben. Die Robben berührten ihn mit ihren kleinen Flossen links und rechts und sagten, dass sie mit ihm befreundet sein wollten. Einige der Pinguine klatschten fröhlich, um den neuen Freund zu begrüßen. Andere zupften neugierig an der Nase der Karotte und dem Besen. Der spielerische Wind riss ihm den Hut vom Kopf. Der Schneemann* liebte sie auch. „Nicht mehr zu Schlamm schmelzen“, murmelte er vor sich hin… „Ich könnte hier jahrelang leben.“
Aber nach einer Weile ging jeder seinen eigenen Dingen nach. Der arme Schneemann* wurde wieder allein gelassen. Zum ersten Mal ließen ihn Schnee und Eis zittern. Er vermisste sogar die Sonne und die Kinder erst… Vor allem diese frechen Kinder konnte er in seiner Nase riechen. Außerdem verstand er jetzt, dass er nur mit ihrer Hilfe die Familie bekommen konnte, die er wollte. Er wollte geliebt werden.
Selbst wenn sein Leben nur einen Tag dauerte, wollte er umarmt werden und ihre Wärme spüren.
Eines Morgens, als die Kinder vom Zwitschern der Vögel, den lieblichen Frühlingsboten, geweckt wurden, begegneten sie einem unerwarteten Gast auf der Straße. So wie der Schneemann* auf mysteriöse Weise verschwunden war, tauchte er mit der gleichen unerklärlichen Kraft wieder auf und lächelte sie an. Die Straßen von Kattenturm waren plötzlich voller fröhlicher Kinder. Sie umringten den Schneemann* und sangen fröhliche Lieder. Als die Sonne diese schöne Ansicht sah, bat sie eine Wolke, sie zu bedecken. Sie wollte etwas später Wärme spenden und so versuchen, die Freude der Kinder und des Schneemann*s so lange wie möglich zu verlängern.
Der Schneemann*, der mit jeder Minute mehr und mehr im Boden verschmolz, verbreitete weiterhin ein fröhliches Lächeln. Er wusste, dass sie sich in ein paar Monaten wiedersehen würden. Er glaubte nun, dass er jeden Winter wiedergeboren würde, solange es Kinder auf dieser Welt gab und es schneite.

Unsere Empfehlung

Die Geschichte eignet sich zur Thematisierung von Weihnachten, Winter, Einsamkeit usw. in mehrsprachigen Kontexten im vorschulischen Bereich.

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