zurück zu allen Veranstaltungen

Klanginstallationen mit Veranstaltungsprogramm am Denkort Bunker Valentin

Datum, Uhrzeit & Sprache der Veranstaltung

So. 07. Mai – So. 06. August 2023 | 14:00 – 18:00 Uhr (Präsenz)

Deutsch, Englisch

„Und da war ein Wind, da war es kalt. Da war es kalt. Das machte einen kaputt da oben“- Lucien Hirth (1923-2008)

Über die Veranstaltung

Vom 7. Mai bis zum 6. August 2023 erleben Besuchende des Denkort Bunker Valentin zwei besondere Klanginstallationen, die aufeinander Bezug nehmen und doch eigenständig in ihrer Wirkung sind: eine meterhohe Windharfeninstallation im Außenbereich zur Weserseite, deren Saiten alleine durch den Wind in Schwingung gebracht werden und eine kontinuierliche Klang-Projektion mittels verschiedener Lautsprecher im Ruinenteil des Bunkers. Der Wind fungiert in beiden als Klang modulierendes Element. Im Rahmen einer Eröffnungsveranstaltung am Sonntag, dem 7. Mai, werden ab 14 Uhr eine Begrüßung und thematische Sonderführungen stattfinden, gefolgt von einer Gesprächsrunde mit den Künstler:innen Annemarie Strümpfler, Mattia Bonafini und Jutta Kelm, moderiert von Dr. Frank Laukötter (Kunstwissenschaftler).

Grundlage für die Klanginstallation ist ein Zitat von Lucien Hirth (1923-2008), einem ehemaligen französischen KZ-Häftling und Zwangsarbeiter auf der Bunkerbaustelle. In einem Interview im Jahre 1995 berichtete er von der Zwangsarbeit, die er im tiefsten Winter auf dem Dach des Bunkers leisten musste: „Und da war ein Wind, da war es kalt. Da war es kalt. Das machte einen kaputt da oben“. Lucien Hirth wies auf ein existenzielles Problem für die damaligen Zwangsarbeiter:innen hin – neben den harten Arbeitsbedingungen, dem Hunger, den Krankheiten und den Schlägen waren sie den natürlichen Elementen komplett ausgeliefert. Sie trugen keine adäquate Kleidung – Winter wie Sommer wurde ihnen jeglicher Schutz verwehrt. Die Natur-Elemente waren eine weitere Qual, der die Zwangsarbeiter:innen ausgeliefert waren und die ihre Chance auf ein Überleben existenziell verminderte.

Das Projekt „Erinnern durch Klang“ wurde erdacht und konzipiert von Annemarie Strümpfler (freischaffende Künstlerin) und realisiert von Mattia Bonafini (Musiker/Komponist) und Jutta Kelm (Wind- und Klangkünstlerin).

Die Installation und das Begleitprogramm werden veranstaltet von der Landeszentrale für politische Bildung Bremen / Denkort Bunker Valentin und gefördert von der Arbeitnehmerkammer Bremen, Erinnern für die Zukunft e.V., der Karin und Uwe Hollweg Stiftung, dem Künstlerinnenverband Bremen, dem Musikfonds der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Senator für Kultur der Freien Hansestadt Bremen und der Sparkasse Bremen.

Weitere Informationen

Teilnahme: Die Teilnahme an der Eröffnungsveranstaltung ist kostenfrei. Anmeldung erforderlich.

Barrierefreiheit: weitestgehend barrierefrei für Rollstuhlfahrer:innen.

Essen: Auswählen könnt ihr zwischen: Currywurst und Pommes, Tüte Fish and Chips, Nudeln mit Tomatensoße (inkl.Getränk).

 

Sprecher:innen / Personen

Künstler*innen:
Annemarie Strümpfler
Mattia Bonafini
Jutta Kelm
moderiert von Dr. Frank Laukötter

Referent*in:
Annemarie Strümpfler
Mattia Bonafini
Jutta Kelm

Weiterführende Medien auf Migration Lab